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Abstimmungskampf

Herr Sigmund Karski stellte uns das Skript eines Vortrages zum Thema:
Die Volksabstimmung in Oberschlesien am 20. März 1921

Vor 60 Jahren votierten rund 60 % der stimmberechtigten Oberschlesier für den Verbleib ihrer Heimat im Deutschen Reich.
Der Referent, Sigmund Karski ist 1934 in Kattowitz geboren und Autor des Buches „Albert (Wojciech) Koranty“ Er stammt aus einer Familie, die seit Generationen in Oberschlesien ansässig war. 1941-1944 besuchte er die deutsche, 1945-1948 die polnische Volksschule, später ein Wirtschaftsgymnasium in seiner Heimatstadt. 1953-1958 studierte er Ökonomie und von 1069-1970 Außenhandelswirtschaft an der Wirtschaftshochschule in Kattowitz. In der Zeit von 1958-1972 war er als Wirtschaftsfachmann sowie in der Erwachsenenbildung tätig. Der Diplomökonom siedelte im Sommer 1972 in die Bundesrepublik Deutschland um. Seit Anfang 1974 war er als Leiter einer Bildungseinrichtung für jugendliche Aussiedler tätig. 1985 gab er gemeinsam mit Helmut Kostorz die Monographie „Kattowitz – seine Geschichte und Gegenwart“ heraus. In zahlreichen Aufsätzen, vor allem im „Oberschlesischem Kurier“ schilderte und analysierte Sigmund Karski sowohl die geschichtliche Vergangenheit als auch die gegenwärtige politische und geschichtliche Entwicklung in seiner alten Heimat.

Der in der Laurahütte, Kreis Kattowitz, geborene Bergmannssohn Albert Korfanty verstand es mit geradezu meisterhaften Demagogie die soziale Nöte seiner Landsleute mit der nationalen Frage zu verbinden. Ihm war es in erster Linie zu verdanken, dass das oberschlesische Problem in den Jahren 1918-1921 eine europäische Dimension erhielt. Eine Entscheidung sollte durch die Volksabstimmung am 20.März 1921 herbeigeführt werden.

Über diese Volksabstimmung, seine Hintergründe und folgen referierte Herr Karski.

Die Volksabstimmung in Oberschlesien 1921 PDF-Datei

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