↑ Zurück zu Grammatik

Seite drucken

Interjektionen, Partikel, Satzbildung

Interjektionen (Wykrzyknik)

Interjektionen sind unveränderliche Wörter ohne Satzgliedwert, die außerhalb des Satzrahmens stehen. Sie werden gewöhnlich durch Kommas oder Ausrufezeichen vom Satz getrennt. Sie drücken die Gefühle, Willenserregungen und Sinneseindrücke aus. Interjektionen bilden folgende Bedeutungsgruppen:
-Empfindungswörter, 
Dazu zählen: zB. ach! (Skepsis, Geringschätzung), aha! (Überraschung, Bewunderung), jeje! (Angst), hmm , (Überlegungen, Einverständnis,), oł! (Überraschung), fój! (Ekel, Abwehren von Hund),, hura! (Begeisterung), pjeróna! (Überraschung, Wutausbruch), ała! ał! (Schmerz), juhu! (Freude), brr! (Kälte), Seufzer, Resignation und andere Empfindungen.
-Aufforderungswörter,
halou!, hej! (nach jemandem rufen), nó!, dalej!, (jemanden antreiben), štop! (jemanden anhalten), cejść! (jemanden begrüßen oder verabschieden), pss! (jemandes Aufmerksamkeit auf etwas lenken), -Lautnachahmungen, Klangnachahmungen, Geräuschnachahmungen
břîk!, buch!, prask!, plusk! (Aufprall, Hieb), hahaha! (lachen), wał! (Hund), mjał (Katze), mee! (Ziege), kikiriki! (Hahn), ci!, hetta!, prrr!, hi! (Anweisungen an ein Pferd: links, rechts, stop, weiter),
Den Intejektionen stehen Vokative der Substantive am nächsten. zB. chłopje!, kobjyto!, sowie Imperative der Verben zB., rób!, jydz!,

26. Die Partikel
(Partykuła)

Partikel sind unflektierte Wörter ohne Satzgliedwert. Sie geben die subjektive Einstellung des Sprechers zum Inhalt des Gesprochenen, der Aussage oder zum Adresaten zum Ausdruck. Am häufigsten ist das eine Einstellung zur Wahrheit der Aussage, also deren Beziehung zur Wirklichkeit. Die meisten Partikel sind mit anderen Wortarten homonym, vor allem mit Konjunktionen und Adverbien, aber auch mit einzelnen Wortformen deklinierter Wortarten zB. Pronomina. Partikel bestimmen näher die Bedeutung einzelner Wörter oder ganzer Sätze. Sie verbinden sich mit der ganzen Aussage. Im Hinblik auf die zusätzliche Hervorhebung der Bedeutung einzelner Wörter oder einer Aussage eines Satzes, unterscheidet man mehrere Arten von Partikeln.

Einige Beispiele
(Kilka przykładów)
-bejahende, bestätigende Partikel

(Partykuły twierdzące)
bali, (aber doch, aber ja), Bali, to tak było., Ja, das war so.
ja, (ja), Ja, łón tá tedy přijechoł., Ja, er ist dort damals hingekommen. (angereist)., Ja, to jes w pořųndku., Ja, das ist in Ordnung.
, (nun, doch), Nó, to sie tak tedy zrobjyło., Doch, das ist damals so geschehen.
-verneinende Partikel
(Partykuły przeczące)
ni, (nein), Ni, to tak nie było., Nein, das war nicht so., Ni, jou bych tego nigdy nie zrobjył., Nein, ich würde das niemals machen. Ni, ani bych tá nie wkroknų., Nein, ich würde dort noch nicht einmal einen Schritt hineingehen.
-vermutende, annehmende (konjunktivische) Partikel
(Partykuły przypuszczające)
by, bych, bychmy, byś, byście, Jou bych cie tá zawjód, jak byś chcioł., Ich würde dich dort hinführen, wenn du möchtest.
-einschätzende, einschränkende, zweifelnde Partikel
(Partykuły przypuszczające, oceniające, wątpiące)
wjeřâ (vielleicht, vermutlich, möglicherweise), moze (vielleicht), přecâ (doch), Wjeřâ łóni jescy dzisiej přijadų., Vermutlich werden sie heute noch angereist kommen., Moze łón na tý sųndzie powjy prouwdâ?, Vielleicht sagt er beim Gericht die Wahrheit?, Přecâ łón tá nie był., Er war doch dort nicht.
-verstärkende Partikel
(Partykuły wzmacniające)
ouze, (da, daß es sogar), yno, (doch), toć, (klar), dyć, (doch), Jak łóni tańcowali tâ polkâ, to sie pod jejich bótóma ouze iskřyło., Als sie die Polka getanzt haben, da flogen unter ihren Stiefeln sogar Funken., Łóni tak wartko jechali tý wozý, co sie za niymi ouze kuřyło., Sie fuhren so schnell mit dem Wagen, daß hinter ihnen sogar der Staub aufgewirbelt wurde., Pôdź yno sâ!, Komm doch mal her!, Toć, tego jescy třa., Klar, das braucht man noch., Dyć łón by to môg zrobić., Er könnte doch das machen.
-begrenzende Partikel
(Partykuły ograniczające)
yno (stets, immer, nur), jescy (noch), juz (schon), U nous jes yno jedno a to samo., Bei uns ist immer ein und dasselbe., My zrobjymy yno to, a nic wjŷcej., Wir machen nur das und nichts anderes., Ty to jescy jedyn rouz zrôb!, Mache das noch einmal!, Tego juz jes doś., Davon ist es schon genug.
-fragende Partikel
(Partykuły pytające)
sie (ob), sieby (ob), sieś* (ob), sieście* (ob, pl.) Sie to jes prouwda, tego niy mogâ pejdziejć., Ob das wahr ist, kann ich nicht sagen., Bychmy sie môgli spytać, sieby łóni tu nie přiśli., Wir könnten fragen, ob sie hier nicht kommen könnten. Jou ejch sie go spytoł, sie łón tu přidzie., Ich habe ihn gefragt, ob er hier kommt.
-fordernde, befehlende Partikel
(Partykuły rozkazujące)
niech, (es soll), Niech łón tu přidzie!, Er soll hier kommen!, Niech sie tá robi co chce., Es soll geschehen was will.,
-unbestimmte Partikel
(Partykuły nieokreślone)
Die unbestimmten Partikel kommen in Verbindung mit unbestimmten Pronomina vor., zB. leda chto (irgendjemand), leda co (irgendetwas), leda jaki (irgendeiner), byle chto(irgendwer), byle co (irgendwas), byle dzie (irgendwo)., byle jaki (irgendeiner)

*bei der Partikel sie kann die Endung der Enklitika ejś, ejście, angefügt werden. sieś, sieście, zB. Sieś (Sie ejś) ty blank łogupjoł?, Bist du völlig verrückt geworden?, Sieście (Sie ejście) tez tego nie zrobjyli za kâs., Ob ihr davon auch nicht zu viel gemacht habt.
Die Endungen der Enklitika können auch an andere Konjunktionen angefügt werden. zB.ky (wenn), kyby (wenn), Kyś (Ky ejś) tu juz tera jes, to to zrôb., Wenn du schon hier einmal bist, dann mache das. Kyście (Ky ejście), tá nie chciejli iś, to wó tez zoudyn nie umjoł pómoc, Wenn ihr dort nicht hingehen wolltet, da konnte euch auch niemand helfen. Siehe Punkt 27. Enklitika.

26.1. Beispiele von Partikeln in der polnischen Sprache.
(Przykłady partykułów w języku polskim)

Fragende Partikel, (Partykuły pytające), czy, czyżby, li,
Bejahende, bestätigende Partikel, (Partykuły twierdzące), tak, wszak, zaiste, no, ano
Verneinende Partikel, (Partykuły przeczące), nie, ani, wcale, ni
Vermutende, annehmende Partikel, (Partykuły przypuszczające), bym, byś, byśmy, byście, by
Fordernde, befehlende Partikel, (Partykuły rozkazujące), niech, niechby, oby, bodaj
Verstärkende Partikel, (Partykuły wzmacniające), aż, no, nawet, toć, tam
Einschränkende, begrenzende Partikel, (Partykuły ograniczające), tylko, jedynie, choć, dopiero, jeszcze, już, przede wszystkim, także, właśnie
Vervielfältigungspartikel, (Partykuły mnożne), kroć, razy
Unbestimmte Partikel, (Partykuły nieokreślone), bądź, byle, lada, czyjkolwiek, jakiś, ktokolwiek, częstokroć, jeśli
Zweifelnde Partikel, (Partykuły wątpiące), bodaj, chyba, może, pewnie

27. Die Enklitika
(Enklityka)

Enklitika sind Wörter mit einer abgeschwächten Betonung. Sie lehnen sich an betonte Wörter an oder werden an betonte Wörter angehängt. Enklitika stehen nie am Anfang eines Satzes, sondern jeweils nach dem ersten Satzglied. zB. Jou ejch sie pomejlył. Ich habe mich geirrt. Enklitika stehen auch nach Konjunktionen. zB. Jak sie zćmjyło, toejchmy pośli do dóm., Als es dunkel wurde, sind wir nach Hause gegangen.
Enklitika sind:
-finite Formen des Hilfsverbs być im Perfekt. zB. Jou ejch sed., Ich bin gegangen., Ty ejśsed., Du bist gegangen., My ejchmy śli., Wir sind gegangen.,
-finite Formen des Hilfsverbs być im Konditional. Jou bych był sed., Ich wäre gegangen. My bychmy byli śli., Wir wären gegangen.
-das Reflexivpronomen: sie, se
-die kurzen Formen des Personalpronomens jou, ty, łón: mje, mi, cie, ci, go, mu.
Keine Enklitika sind:
-das Hilfsverb być als Kopula: zB. Jou ejch jes zouký., und in den Formen des PassivsJesejch juz łokųmpany., Ich bin schon gebadet., in der Futurform: Jou to banâ robjył., Ich werde das machen., das Partizip Perfekt Aktiv: był.
-das Verb być als Vollverb in der Bedeutung existieren oder sich irgendwo befinden: zB.Jes ejch w dóma., Ich bin zu Hause.

28. Die Satzbildung
(Budowa zdań)

28.1. Einige grammatische Begriffe in Kurzform
(Gramatyczne wyrazy w skrócie)

28.1.1. Subjekt (Satzgegenstand)
(Podmiot)
Das Subjekt steht in der Regel im Nominativ bzw. im Genitiv. zB. Ich bin mir da sicher.,
Als Subjekt treten auf:
-ein Substantiv, zB. Auto stoji w garazie., Das Auto steht in der Garage.
-ein Pronomen, zB. Wy tá nie pôjdziecie?, Ihr geht dort nicht hin?
Das substantivische oder pronominale Subjekt steht in der Regel im Nominativ.
Als Beispiel eines Subjekts im Genitiv kann der Satz dienen: Bardzo mi tu tego synka brachowało., Mir fehlte hier der Junge sehr., Stolouřa nie było w dóma., Der Tischler war nicht zu Hause. Im Genitiv steht das Subjekt zB. bei Angaben des Raumes., W kościejle jes kâs ludzi., In der Kirche sind viele Leute., We tej bibljotejce majų kâs ksiųzek., In dieser Bibliothek haben sie viele Bücher.
Subjekt kann auch ein Substantiv oder Pronomen im Dativ sein. zB. Nó tu jes ciepło., Uns ist es hier warm., Dziejció tá było wesoło., Die Kinder waren dort fröhlich. (hatten dort Spaß).
Das Pronominale Subjekt der 1.Pers. oder 2. Pers. Singular oder Plural braucht nicht immer genannt zu werden. zB. Pisâ prawje pismo., Ich schreibe gerade einen Brief. In der 3. Pers. Singular und Plural kann das Subjekt weggelassen werden, wenn klar aus der vorhergehenden Aussage hervorgeht, wer gemeint ist., zB. Matka posła do kuchnie., Potý wařyła mitak., Die Mutter ging zur Küche, dann kochte sie das Mittagessen.
In der oberschlesischen Sprache gibt es keine entsprechende Form für die Pronominaes und man. Diese Formen werden umschrieben:
-mit Verben in der 3. Pers. Singular + sie (Reflexivpronomen), oder der 3. Pers. Plural, oder Adverbien (als Modalverben). zB. im Präsens, Ło tý sie kâs goudou., Man spricht darüber viel., Ło tý kâs goudajų., Man spricht darüber viel., Třa sie uwijać., Man muß sich beeilen., Třa sie śní ujednać., Man muß sich mit ihm einigen., Moze sie głośno goudać., Man darf laut sprechen. Jako sie to powjy?, Wie sagt man das?,
-im Perfekt mit Verben in der 3. Pers. Singular + sie (Reflexivprononen) oder mit Verben in Form des Partizip Perfekt Aktiv (Partizip II)., zB. Tańcowało sie tedy ouz do rana., Man tanzte damals bis zum Morgen., Ło tý sie kâs gwařyło., Man hat darüber viel gesprochen.,
-im Futur mit bâńdzie (Kurz F., be) + Infinitiv des unvollendeten Verbs., zB. Bâńdzie (Be) sie ło tý goudać., Man wird darüber sprechen.
Ohne Subjekt stehen in der oberschlesischen Sprache Aussagen mit der der deutschen Wendung es., zB. Juz je łoziym., Es ist schon acht Uhr., Bâńdzie (Be) padać., Es wird regnen., Chnet sie zećmi., Es wird bald dunkel.

28.1.2. Das Prädikat (Satzaussage, Satzkern)
(Orzeczenie)
Das Prädikat ist ein Satzglied, das aus einer Verbform gebildet wird und eine Handlung bezeichnet. Man unterscheidet ein einfaches (einteiliges) Prädikat und ein zusammengesetztes Prädikat., zB. Pjes zwakou., Der Hund bellt., Jutro bâńdzie padać., Morgen wird es regnen.
Das verbale Prädikat besteht aus einer:
-einfachen Verbform, zB. jejdzie, kuři, řykou, ciepou, zamjatou,
-aus einer zusammengesetzten Verbform, zB. bâńdzie wařić, bâńdzie robić, be zaparto, be pozamjatano, be pozniwowano,
-aus einer Infinitivgruppe, zB. chcioł sie golić, niy musi se to robić, chciejli přijechać., Es kann auch eine Häufung in der Infinitivgruppe auftreten. zB. Banâ musiejć přestać kuřić., Ich muß aufhören, zu rauchen., Bâńdzies to musiejć łostawić lezejć., Du wirst das leigenlassen müssen., Łojciec bâńdzie chciejć słysejć, co sie tá zrobjyło., Der Vater wird hören wollen, was dort geschehen ist., Banâ musiejć iś na poctâ., Ich werde zur Post gehen müssen.
Das nominale Prädikat besteht aus:
-einer finiten Form der Kopula des Hilfsverbs być:, je, sų, nie sų, by byli, nie banų, bzw.
-einem kopulaähnlichen Verb: zrobić sie, łostawjać,
-und einem Substantiv, Adjektiv, einem Pronomen oder einem Adverb.
Das Substantiv als nominales Prädikat kann die Form des Nominativs oder Instrumentals annehmen. Beispiel im Nominativ: Jŷndra jes môj brat., Andreas ist mein Bruder., Beispiel im Instrumental: Môj łojciec jes zouký. Mein Vater ist Lehrer., Môj ołpa był dugo wojtý wsie., Mein Großvater war lange Zeit Ortsvorsteher., in Verbindung mit Verben: zrobić sie słopouký, zum Säufer werden, łostać robotniký, Arbeiter bleiben.
Das Adjektiv als nominales Prädikat steht immer im Nominativ. Es kongruiert mit dem Subjekt in Genus und Numerus., zB. Łojciec jes stancny., Der Vater ist krank., Niebo jes cerwjóne., Der Himmel ist rot.,
Das Adverb als nominales Prädikat. zB. Tu jes gorko., Hier ist es heiß., To jes za drogo., Das ist zu teuer., Uřnų to nierowno., Er hat das nicht gerade abgeschnitten. Juz jes nieskoro., Es ist schon spät.,
Die Prädikativa erfüllen die gleiche Funktion wie Modalverben, werden aber immer unpersönlich gebraucht.,
-Zustandsadverbien: zB. Tu jes ćma., Hier ist es dunkel., Jes wó chłodno?, Ist es ihnen kalt?

28.1.2.1 Kongruenz zwischen Subjekt und Prädikat
(Związek podmiotu z orzeczeniem)
Die Übereinstimmung desSubjekts und Prädikats in ihren grammatischen Formen wird als Kongruenz bezeichnet. Die Form des Prädikats stimmt im Präsens mit dem Subjekt in Person und Numerus überein. Im Perfekt, Konditional und im zusammengesetzten Futur stimmt sie in Person, Genus und Numerus überein: zB. Matka kupuje kazdy dziyń śwjyzy chlyb. Die Mutter kauft jeden Tag frisches Brot., Matka kupjyła wcora śwjyzy chlyb., Die Mutter kaufte gestern ein frisches Brot., My bychmy to byli zrobjyli., Wir hätten das gemacht., Łojciec be robić na grubje., Der Vater wird im Bergwerk (in der Grube) arbeiten., Łojciec be robić we werkšteli pořųndek., Der Vater wird in der Wekstelle Ordnung machen. (wird die Werkstelle aufräumen).,
Wenn in einem Satz mehrere Substantive oder Pronomen als Subjekt vorhanden sind, steht das Prädikat im Plural. zB. Matka i dziewucha kupjyły se podobne klejdy., Die Mutter und die Tochter haben sich ähnliche Kleider gekauft.
Wenn aber in einer Subjektreihe eine maskuline Person vorkommt, steht das Prädikat im Perfekt in der Personalform. zB. Synek i dzioucha pojechali do kościoła., Der Junge und das Mädchen sind zur Kirche gefahren.,
Wird das Subjekt aus einer Grundzahl zwischen 2-4 und einem personalen maskulinem Substantiv gebraucht, so steht das Prädikat im Plural oder Singular., zB. Štyřech chłopôw młóciyło nase zboze., Vier Männer droschen unser Getreide., Štyřech chłopôw młóci nase zboze., Vier Männer dreschen unser Getreide.
Beim Subjekt im Genitiv steht das Prädikat im Perfekt in der neutralen Form., zB. We sklepje jes kâs ludzi., Im Laden sind viele Leute., Brachło mi pjŷndzy., Das Geld ging mir aus., Pjŷńć chłopôw jechało do roboty., Fünf Männer fuhren zur Arbeitsstelle.

28.1.3. Das Objekt (Satzergänzung)
(Dopełnienie)
Das Objekt ist ein Satzglied, das unmittelbar vom Prädikat (einer Verbform) abhängig ist und das Ziel einer Handlung angibt., zB. Max ärgert Moritz.
Als Objekt treten auf:
-ein Substantiv, zB. Słysâ zwónek., Ich höre die Klingel., Widzâ łojca., Ich sehe den Vater., Wařâ mitak., Ich koche Mittagessen., Pjekâ kołouc., Ich backe einen Kuchen.
-ein Pronomen, zB. Łowjâ cie., Ich suche dich., Zycâ ci scejściou., Wünsche dir Glück.
-ein Verb im Infinitiv, zB. Słysâ go płakać., Ich höre ihn weinen., Ucâ sie rachować., Ich lerne rechnen.
Das Substantiv und das Pronomen stehen in dem vom Verb oder der zum Verb gehörenden Präposition verlangten Kasus. zB. pytać sie +(G), rozumjejć + (A), łosprawjać ło + (L), gwařić z + (I), telefónować ze + (I), suchać na + (A).

28.1.4. Das Attribut
(Przydawka)
Das Attribut ist eine Beifügung zu einem Substantiv. Es ist ein Teil eines Satzgliedes, das in Bezug auf den Satzbau nicht notwendig, inhaltlich aber oft wichtig ist. Vom Attribut gibt es viele verschiedene Formen. Beispiel: Der Schüler in der letzten Reihe träumt.
Es werden unterschieden: das kongruierende und das nicht kongruierende Attribut. Als kongruierendes Attribut tritt meistens ein Adjektiv, ein Pronomen oder Numerale auf. Als nicht kongruierendes Attribut tritt vor allem ein Substantiv oder Infinitiv auf.
Das Kongruierende Attribut stimmt mit dem zu ihm gehörendem Substantiv in Kasus, Numerus und Genus überein. zB. môj brat, mein Bruder, wartkou jazda, schnelle Fahrt, ziejlóne liściy, grünes Laub, dobři ludzie, gute Leute, wysoky gôry, hohe Berge., Das Adjektiv als kongruierendes Attribut steht meistens vor dem Substantiv. Das Pronomen und das Numerale als kongruierendes Attribut werden immer vorangestellt., zB. niechtoři ludzie, manche Leute, taky kwjoutki, solche Blumen, jejich budynek, ihr Haus, scwjoro dziejci, vier Kinder, pjŷńć chlebôw, fünf Brote, sesnouście wojoukôw, sechzehn Soldaten.
Das nicht kongruierende Attribut steht in einem vom Substantiv unabhängigen Kasus. zB. koruna strómu, die Baumkrone, golet z mjŷsý, Sülze mit Fleisch, pamjųntka ze Krakowa, Andenken von Krakau, młócyniy zboza, Dreschen von Getreide., střidzyniy włosôw, Scheren der Haare.

28.1.5. Die adverbiale Bestimmung
(Okolicznik)
Die adverbiale Bestimmung ist ein Satzglied, das die näheren Beziehungen und Umstände eines Geschehens genauer bezeichnet. Es ist die Umstandsbestimmung (adverbiale Bestimmung) des Ortes, des Grundes, der Art und Weise., zB. Ich gehe morgen frühbaden.
Die adverbiale Bestimmung wird gebildet durch:
-Adverbien, lokale, temporale, kausale, usw.
-einfache und präpositionale Kasus des Substantivs.
Adverbiale Bestimmungen erweitern als nicht kongruierende Ergänzungen meistens Verben (verbale Handlungen), aber auch Adjektive oder Adverbien. zB.
Adverbien: Dzisiej (Adv) pojechali. (zeitl.), Heute sind sie weggefahren., Câsto (Adv) my spóminali. (zeitl.), Oft haben wir daran erinnert., Tedy (Adv) ejch stâkoł. (zeitl.), Damals war ich krank., To lezy dogôry (Adv). (lokal), Das liegt oben., Łóni přiśli wartko (Adv). (modal), Sie sind schnell gekommen., Wypi to poleku (Adv). (modal)., Trinke das langsam., Přecâ (Adv) z tý licyli., (kausal), Sie haben damit gerechnet.
Präpositionen:
we (Prp.) połejdnie. (zeitl.), in der Mittagszeit, za (Prp.) ćmâ. (zeitl.), in der Dunkelheit., po (Prp.) niejdziejli. (zeitl.), nach dem Sonntag, robi ouz do (Prp.) nocy. (zeitl.), arbeitet bis in die Nacht., bjegou nałokoło (Prp.) stołu. (lokal), geht rings um den Tisch., dzierzy we (Prp.) râce (lokal), hält in der Hand., idzie do (Prp.) lasa. (lokal), geht in den Wald., jejdzie bez (Prp.) dozwolyniou. (modal), fährt ohne Erlaubnis., pytoł sie ze (Prp.) nojgjyrdy. (kausal), fragt aus Neugierde., zrobjył to ze (Prp.) złości. (kausal)., machte das aus Wut.,

28.1.6. Das prädikative Attribut
Das prädikative Attribut ist eine besondere Art der Erweiterung des Verbs durch ein Adjektiv oder Substantiv. Diese bezieht sich sowohl auf das Verb als auch auf ein Substantiv oder Pronomen als Träger der Handlung. Mit dem Substantiv oder Pronomen kongruiert das prädikative Attribut in Genus, Numerus und Kasus. Das prädikative Attribut kommt vor:
-in Verbindung mit einigen Verben, zB. Znoł ejch go, jako dobrego elektrykouřa., Ich habe ihn als guten Elektriker gekannt., Majų go za błouzna., Sie halten ihn für einen Narr., Był znany jako wjelki ucóny., Er war als großer Gelehrter bekannt.
-in Verbindung mit einem Adjektiv oder Partizip. zB. Přised nazoud stancny., Er kam krank zurück., Noudi my jų lezejć zakuřónų w rogu., Wir haben sie gefunden, verstaubt in der Ecke., Widziejli ejchmy go spokojnie siejdziejć we klasie., Wir haben ihn gesehen, ruhig in der Klasse sitzen., Praniy juz mó powjesóne w łogrodzie., Die Wäsche habe ich schon im Garten hängen.

29. Satzgliedstellung
(Układ wyrazów w zdaniu)

Das Oberschlesische kennt keinen Satzrahmen. Die Stellung der einzelnen Satzglieder in einem Satz ist relativ frei. Eine feste Wortfolge haben die Enklitika und einige Wortformen und Satzglieder.
Neben diesen Gesetzmäßigkeiten richtet sich die Wortfolge im Satz vorwiegend:
-nach der aktuellen Hervorhebung, Betonung bestimmter Satzteile. Die hervorgehobenen Wörter stehen meistens am Anfang des Satzes. zB. Moja matka robjyła wjŷcej jak dwadziejścia lout we skole., We skole robjyła moja matka wjŷcej jak dwadziejścia lout., Meine Mutter hat mehr als zwanzig Jahre in der Schule gearbeitet., Myślejli ejchmy, ize pôjdzies snami do kina., Wir dachten, daß du mit uns ins Kino gehst.
-nach der aktuellen Gliederung des Satzes. Das bereits Bekannte, Genannte, steht am Anfang des Satzes. zB. Klucyki do auta mó w kabzi., Die Schlüssel zum Auto habe ich in der Tasche., Kobjyty wlazły do sklepu., Die Frauen traten ins Geschäft ein., ( sie sind bereits bekannt).,
-nach der emotionalen Färbung des Satzes.
Die objektive Wortfolge ist die Wortfolge in neutralen, nicht emotional betonten Texten. Die subjektive Wortfolge, ist die Wortfolge emotional gefärbter Texte. zB. Ty ejś to dobře napisoł., Du hast das gut geschrieben., Dobře, ize ejś to napisoł., Gut, daß du das geschrieben hast.

30. Negation (Verneinung)
(Przeczenie)

Durch die Wortverneinung wird ein Teil des Satzes negiert. Durch die Satzverneinung wird die gesamte Aussage negiert. In der obeschlesischen Sprache bedeutet:
nie, niy, ni, nein, kein, nicht., zoudyn, kein, niemand.

30.1. Die Verneinung mit nie, niy, ni.

Die Negation mit nie kann sich auf ein einzelnes Wort oder auf einen ganzen Satz beziehen. zB. Jou tego nie rozumjâ., Ich verstehe das nicht. Bezieht sich die Negation auf den ganzen Satz, so steht nie vor dem Prädikat. zB. Łón nie jes wjelki., Er ist nicht groß., Niech tego nie robi., Er soll das nicht machen., Nie jes to leko., Das ist nicht leicht., Tego juz nie pamjŷntó., Das habe ich nicht mehr in Errinnerung.
Die Negation mit niy ma. Die konjugierte Form von być (sein), jes (ist) wird mit niy ma verneint. zB. Jes tu łojciec?, Ist hier der Vater?, Łojca jescy z roboty niy ma w dóma., Der Vater ist noch nicht von der Arbeit nach Hause gekommen., Tu jes śwjyzy syr., Hier ist frischer Käse., Tu śwjyzego syra niy ma., Hier gibt es keinen frischen Käse., Das Substantiv und Adjektiv stehen dann im Genitiv. Die Negation mit niy ma wird auch bei Pronomina jou (ich), ty (du), łón (m) er, łóna (f) sie, łóno (n) es, und tyn (m) der, ta (f) die, te (n) das, to (n) das, gebraucht. zB. Łónej tá niy ma., Sie ist dort nicht., Tego tá niy ma., Das ist dort nicht., Das gibt es dort nicht., Łónych niy ma w dóma., Sie sind nicht zu Hause., Niy ma co ło tý łosprawjać. Darüber gibt es nichts zu berichten. (zu erzählen).
Bei den Modalverben môc (dürfen), musiejć (müssen), und mjejć (haben), wird zur Negation niy verwendet. zB. Tego niy mozes robić., Das darfst du nicht machen., Jou to niy mogâ zrobić., Ich darf das nicht machen. Łóni tego niy mogų robić., Sie dürfen das nicht machen., Tego we sklepje niy majų., Das haben sie nicht im Geschäft., Niy mous tá śwjyzych jajec?, Hast du nicht (zufällig) frische Eier?, Niy mó při tý scejściou., Ich habe dabei kein Glück., Łóni tá niy majų jechać., Sie sollen dort nicht hinfahren., Niy musiejli tá jechać., Sie brauchten dort nicht hinzufahren., Niy musis tá iś., Du brauchst dort nicht zu gehen.
Die Negation mit ni. Das oberschlesische ni bedeutet „nein“., zB. auf die Frage: Jes łóna stancnou?, Ist sie krank?, Ni, łóna nie jes stancnou., Nein, sie ist nicht krank.

Die Negation verursacht bestimmte Veränderungen innerhalb der Satzstruktur., zB. Objekte, die in einem Aussagesatz im Nominativ stehen, erscheinen in einem negierten Satz im Genitiv., zB. Jou mó nowe (N) koło (N)., Ich habe ein neues Fahrrad., Jou niy mó nowego (G) koła (G)., Ich habe kein neues Fahrrad., Matka wykopała wcasne (N) kartoufle (N)., Die Mutter hat Frühkartoffeln ausgehackt., Matka nie wykopała wcasnych (G) kartoufli (G).

30.2. Doppelte Verneinung.
Die mehrfache Verneinung entsteht durch Verwendung von Negationspronomina oder Negationsadverbien im Satz. Kommt im Satz ein Negationspronomen vor, so muß auch die Negation nie oder niy vor das Prädikat treten. Zu den Negationspronomina zählen das Pronomen nic (nichts) und zoudyn (m) (keiner), zoudnou (f) (keine), zoudne (n) (keines). zB. Nic tá nie widzâ., Ich sehe dort nichts., Łón cały dziyń nic nie robi., Er macht den ganzen Tag nichts., Nie dowjys sie u nich nic., Bei ihnen erfährst du nichts., Beim Gebrauch des Negationspronomens zoudyn muß das Prädikat durch niy oder nieverneint werden. zB. Niy ma tá zoudnego w dóma., Dort ist niemand zu Hause., Tu zoudnego nie było., Hier war niemand., We tý roku nie be zoudnych jabłek., In diesem Jahr wird es keine Äpfel geben., Jou tu niy mó zoudnej kómratki., Ich habe hier keine Freundin.
Zu den Negationsadverbien zählen nigdziej (Adv) nirgens (Adv), nirgendwo (Adv) undnigdy (Adv) niemals (Adv), nie (Adv). zB. Nigdziej ich nie widać., Man sieht sie nirgens., Jou bych tego nigdy nie zrobjył., Ich würde das niemals machen.
In Verbindung mit den Modalverben môc (dürfen), musiejć (müssen) und mjejć (haben) wird die Verneinung aufgehoben., zB. Nie umjała ejch tá nic dostać., Ich konnte dort nichts bekommen., Niy mjejli tá zoudnych, pořųndnych třewikôw., Sie hatten dort keine vernünftigen Schuhe., Niy musâ sie ło (łó) nic starać., Ich brauche mich um nichts zu kümmern.

30.3. Getrennt und Zusammenschreibung von „nie“

Die Negation nie (nicht) wird mit manchen Worten zusammen und mit manchen getrennt geschrieben.
Getrennt schreibt man nie:
-vor Verben: nie łowić, nicht suchen, nie jejś, nicht essen, nie zwakać, nicht bellen, nie ciųgnųńć, nicht ziehen., außer einigen Ausnahmen, zB. niepokojić (Vb) sie, sich beunruhigen.
-vor Wörtern in der Bedeutung eines Verbs: zB. nie třa, es ist nicht notwendig, man braucht es nicht,
-vor Partikeln: nie yno (nicht nur), nie byle dzie (nicht irgendwo)
Zusammen schreibt man nie:
-mit Substantiven: niescejściy, Unglück, niepogoda, Unwetter,
-mit Adjektiven: niefajny, unschöner, nicht schöner, nierobotny, arbeitsscheuer.
-mit Adverbien: niefajnie, nicht schön, nieskoro, spät, niedobře, nicht gut.

31. Die Satzarten
(Rodzaje zdań)

Nach der Einstellung des Sprechers zum Sachverhalt unterscheidet man:
-Aussagesätze, die einen Sachverhalt in neutraler, einfacher Art berichtend wiedergeben.
-Fragesätze, die einen Sachverhalt insgesamt als Entscheidungsfrage ermitteln oder unter einem bestimmten Gesichtspunkt als Ergänzungsfrage.
-Aufforderungssätze, die eine Aufforderung, eine Bitte, eine Anweisung oder einen Befehl ausdrücken.
-Ausrufesätze, durch die ein Sachverhalt mit starker Anteilnahme zum Ausdruck gebracht wird.

31.1. Aussagesätze
(Wypowiedzenia oznajmujące)

Bei einem Aussagesatz ohne besondere Hervorhebung stehen die Satzglieder in einem Aussagesatz in der Reihenfolge: Subjekt – Prädikat – Objekte (zB. Akkusativobjekt).
Dieselbe Satzgliedstellung gilt auch für Fragesätze und Nebensätze. zB.
Łojciec kupjył nowe Auto., Der Vater hat ein neues Auto gekauft.
Kupjył łojciec nowe Auto?, Hat der Vater ein neues Auto gekauft?
Wjâ, ize łojciec kupjył nowe auto., Ich weiß, daß der Vater ein neues Auto gekauft hat.

Bestimmte Satzglieder können aber auch in einer anderen Reihenfolge auftreten, wenn sie hervorgehoben werden sollen:
Matka robjyła bez dwadziejścia lout we fabryce.
Bez dwadziejścia lout robjyła matka we fabryce.
We fabryce robjyła moja matka bez dwadziejścia lout.
Alle drei Sätze kann man mit „Meine Mutter hat über zwanzig Jahre in der Fabrik gearbeitet“ übersetzen.
Das Adverb steht im Oberschlesischen meistens vor dem Verb. Es kann auch an einer anderen Stelle erscheinen.
Ty ejś to dobře napisoł., Du hast das gut aufgeschrieben.
Napisoł ejś to dobře., Du hast das gut aufgeschrieben.
Bei mehrgliedrigem Prädikat stehen seine Teile hintereinander in der Reihenfolge:finites Verb – Infinitiv (Partizip). Adverbien werden dann zwischen finites Verb und Infinitiv (Partizip) gestellt.
Łojciec umjy gwařić po angjejlsku., Łojciec tez umjy dobře gwařić po angjejlsku. Die Partikel „tez“, steht in diesem Falle vor dem finiten Verb.

31.2. Fragesätze
(Wypowiedzenia pytające)

31.2.1. Entscheidungsfrage
Entscheidungsfragen sind Fragen die mit ja (ja) oder ni (nein) beantwortet werden. Die Wortstellung in der Entscheidungsfrage unterscheidet sich gewöhnlich nicht von der des Aussagesatzes.zB. Sie łóni tá juz zajechali?, Ob sie dort schon angekommen sind?, Sie to pódzie zrobić?, Ob man das machen kann?, Häufig wird jedoch die Entscheidungsfrage durch das an den Satzanfang gestellte Verb eingeleitet. (Prädikat steht dann vor dem Subjekt). zB. Moucie teraz ździebko casu?, Haben sie jetzt etwas Zeit?, Chcecie sie přeblec?, Wollen sie sich umziehen?.
31.2.2. Ergänzungsfrage
Mit Hilfe von Ergänzungsfragen wird nach einer Person, einem Gegenstand oder einem Umstand gefragt. Sie werden mit Fragepronomen bzw. mit Frageadverbien eingeleitet: Bei Ergänzungsfragen ist die Wortstellung gewöhnlich so, wie im Aussagesatz.
Kogo (Pron.) ejście tá trefjyli?, Wen haben sie dort getroffen?, Côz (Pron.) to łón chcioł zrobić?, Was wollte er machen?, Co (Pron.) sie ciebje pytáli?, Was haben sie dich dort gefragt?, Kjedy (Adv) sie to zrobjyło?, Wann ist das geschehen?, Dziyz (Adv) wy mjŷskoucie?, Wo wohnen sie?, Camu (Adv) łóna jescy nie přisła?, Warum ist sie noch nicht gekommen?, Kjedy (Adv) pojejdziymy?, Wann fahren wir?, Dziyzto (Adv) idzies?, Wohin gehst du?, Jakôz (Adv) wó to idzie?, Wie geht es ihnen?.
Beispiel eines indirekten Fragesatzes mit der Konjunktion sie (ob).
Spytej sie go, sie łón přidzie., Frage ihn, ob er kommt., Wjys, sie łón tá přijejdzie?., Weißt du, ob er dort hinfährt?

31.3. Aufforderungssätze
(Wypowiedzenia rozkazujące)

Aufforderungssätze beinhalten das Verb im Imperativ oder höflicher in der Konditionalform.
Łotwôř yno łokno., Mache mal das Fenster auf., Nie wistej sie na tej klamce., Hänge dich nicht an der Klinke an., Pociś tyn wôz., Schiebe den Wagen an., Môg byś łotwořić łokno., Du könntest das Fenster aufmachen., Byś mi môg pociś tyn wôz., Du könntest mir den Wagen anschieben.,

31.4. Ausrufesätze
(Wypowiedzenia uczuciowe)

Ausrufesätze werden mit den Partikeln kyby (wenn doch), niech (es soll), dyć, und rhetorische Fragen mit dem Pronomen co (was), côz (was) eingeleitet. zB. Kyby to juz přised!, Wenn er doch schon käme!, Niech łón tu přidzie!, Er soll hier kommen!, Niech to nie robi!, Er soll das nicht machen!, Côz wy se myślicie?, Was denkt ihr Euch?, Côz sie to tak pytoucie?, Was fragt ihr denn so?, Co to tak skamřes?, Was nörgelst du so?, Dyć go niy ma!, Er ist immer noch nicht da!, Dyć nie widzis, ize mó połne râce roboty!, Siehst du denn nicht, daß ich volle Hände zu tun habe!

31.5. Adverbialsätze
(Zdania z okolicznikami)
Adverbialsätze geben Umstände an, unter denen die Handlung des Hauptsatzes erfolgt. Die Wortfolge im Nebensatz ist wie im Hauptsatz. Nach ihrer Bedeutung werden die Adverbialsätze eingeteilt in:

 

Lokalsätze Finalsätze Konditionalsätze
Kausalsätze Modalsätze Konsekutivsätze
Temporalsätze Proportionalsätze Konzessivsätze und andere.

Die hier verwendeten grammatischen Begriffe sind in Kurzform bei Konjunktionen unter Punkt 24.1. erklärt worden. Weitere Beispiele von Sätzen sind unter Punkt 24.2. Konjunktionen und ihre Aufgaben zu finden.
Lokalsatz
(Okolicznik mjejsca)
Lokalsätze bezeichnen den Ort der Tätigkeit oder der Vorkommnisse, die durch das Prädikat genannt werden. zB. Ausgangspunkt, Richtung der Bewegung von Personen oder Gegenständen und den Weg auf dem diese Bewegung stattfindet. Die Lokalsätze können mit verschiedenen Wortarten gebildet werden. Meistens sind das Substantive mit Präpositionen.
Lokalsätze werden mit Hilfe von Ortsadverbien dzie (Adv) wo?, wohin?, dokųnd (Adv) wohin?, skųnd (Adv) von wo?, woher? eingeleitet. Łón nie wjejdzioł, dzie go ta dróga wjejdzie., Er wußte nicht, wohin ihn der Weg führt., Nie wjá, dzie ejch to połozył., Ich weiß nicht, wo ich das hingelegt habe., Nie wjymy, skųnd łóni tu přiciųgli., Wir wissen nicht, von wo sie hierher zugezogen sind., Nie pejdziejli nó, dokųnd (dzie) łóni idų., Sie haben uns nicht gesagt, wohin sie gehen.
Kausalsatz
(Okolicznik przyczyny)
Kausalsätze sind Nebensätze, die eine Ursache (einen Grund) angeben. Kausalsätze werden durch die Konjunktion bo (weil, da), besto (deshalb, dadurch, deswegen, darum)eingeleitet. Der Kausalsatz wird im Satzgefüge nachgestellt. Der Nebensatz hat die gleiche Reihenfolge wie der Haubtsatz. „sie“ steht im Nebensatz nach der Konjunktion. Fragen:Bezco sie to zrobjyło?, Durch was (wodurch) ist das geschehen?, Co noupřôd jes?, Was ist zuerst (geschehen)?. Bei der Konjunktion bo fragt man nach dem Kausalsatz mit dem Frageadverb camu? (warum?).
Łóni tego nie kupjų, bo by sie musiejli zaduzyć., Sie werden das nicht kaufen, weil sie sich verschulden müßten., Tego auta juz nie idzie naprawić, bo łóno juz sie łoźlatuje., Das Auto kann man nicht mehr reparieren, weil es schon auseinaderfällt., Łón tego nie umjy přecytać, bo niy mou brejlôw., Er kann das nicht durchlesen, weil er keine Brille hat., Teraz nie idzie we łogrôdku nic robić, bo na dwoře padou desc., Jetzt kann man im Garten nichts machen, weil es draußen regnet., Musâ sie uwijać na banâ, bo bych jescy přised za nieskoro., Ich muß mich zum Bahnhof beeilen, weil ich sonst zu spät kommen würde., Nie wistej sie tak na tej gałâzi, bo sie jescy złómje., Hänge dich nicht so an den Ast, weil er sonst noch bricht., My ejchmy tá nie přiśli na cas, besto sie to zrobjyło, Wir sind dort nicht rechtzeitig angekommen, deshalb ist das passiert., Ejś sie nie chcioł ucyć, besto niy mous byrufu., Du wolltest nicht lernen, deshalb hast du keinen Beruf.
Temporalsätze
(Okolicznik czasu)
Temporalsätze bezeichnen allgemein oder detailliert die Zeit der Tätigkeit. Sie geben Antworten auf die Fragen: kjedy? (wann?), jak câsto? (wie oft?), jak dugo? (wie lange?), łodkųnd? (to třwou) (seit wann dauert das an?), we jakí casie? (sie to skóńcyło), in welcher Zeit? (ist das beendet worden), jak dugo? (to třwało?), wie lange? (hat das gedauert).
Temporalsätze werden durch Konjunktionen jak (wenn), skoro (sobald), zaní (ehe, bevor, solange, während), ouz, ouze (bis, bis zum) eingeleitet.
My to zrobjymy, jak sie łociepli., Wir werden das machen, wenn es wärmer wird., Łóni tá pojadų, jak sie najų., Sie werden dort hinfahren, wenn sie gegessen haben., Banâ tâ ksiųzkâ cytać, jak banâ w dóma., Ich werde das Buch lesen, wenn ich zu Hause bin., My se łodpocniymy, jak to bymy mjejć zrobjóne., Wir ruhen uns aus, wenn wir das gemacht haben werden., Zrobjymy we pjecu łogjyń, jak tu be za zimno., Wir werden im Ofen Feuer machen, wenn es hier zu kalt wird.,
Das Geschehen ist bei diesen Sätzen in die Zukunft gerichtet. Hier wird die Futurform des Verbs benutzt.
Jak tu było zimno, to ejchmy zatopjyli., Als es hier kalt war, da haben wir die Heizung angestellt. (im Ofen Feuer gemacht)., Jak ejch wsystko nakupjył, to ejch pojechoł do dóm., Als ich alles eingekauft habe, da bin ich nach Hause gefahren., Jak sie łóna łostâkała, to musiała tydziyń lezejć w łózku., Als sie erkrankt ist, mußte sie eine Woche lang im Bett liegenbleiben.
Diese Sätze beschreiben ein Geschehen in der Vergangenheit.
Skoro sie łozjaśni, pojejdziymy do lasa., Sobald es hell wird, fahren wir in den Wald., Skoro tá bes, dous í tote pismo., Sobald du dort sein wirst, gibst du ihnen diesen Brief ab.
Łosiecymy tâ łųkâ, zaní jescy jes chłodno., Wir mähen die Wiese, solange es noch kühl ist., Zaní tyn sie łobróci, to jou juz tá tři razy banâ., Bevor der sich umdreht, werde ich dort schon dreimal sein., Zaní jes dobrou pogoda, to bymy sadzić kartoufle., Solange das Wetter schön ist, werden wir Kartoffeln pflanzen.
Temporalsätze mit „zaní“ können vor und hinter dem Hauptsatz stehen.
Cekali tá, ouz do rana., Sie haben dort bis zu Morgen gewartet., Musiymy to tak dugo robić, ouz to be gotowe., Wir müssen das solange machen, bis das fertig sein wird., Łón mje tak dugo gorsył, ouz nachytoł., Er hat mich solange geärgert, bis er ein paar gefangen hat., Musis na to tak dugo cekać, ouz to be zrobjóne., Du mußt solange darauf warten, bis das fertig gemacht ist.
Temporalsätze mit „ouz“ stehen immer hinter dem Hauptsatz.
Finalsatz
(Okolicznik celu)
Der Finalsatz drückt eine Absicht, einen Zweck aus und wird durch die Konjunktion coby (co by), (damit, um, um zu, daß, daß es), cobyś (co byś) (damit du), co byście (damit ihr), co bychmy (damit wir) usw. eingeleitet. Das Verb im Nebensatz steht in der Vergangenheit. Der Finalsatz antwortet auf die Frage po co? (wozu?, zuwas?, zu welchem Zweck?).
Posed ejch do douchtora prândzej, cobych tá niy musioł tak dugo cekać., Ich ging zum Arzt früher, damit ich dort nicht solange warten mußte., Powalâ sie na kauč, cobych ździebko wypocnų., Ich lege mich auf die Couch hin, damit ich etwas ausruhen kann., Zawar ejch łokno, coby nie napadało do izby., Ich habe das Fenster geschlossen, damit es nicht in die Stube einregnet., Idâ juz tera na banâ, cobych nie přised za nieskoro., Ich gehe jetzt schon zum Bahnhof, damit ich nicht zu spät komme., Kupjâ ci nowy ancug, cobyś był fajnie łoblecóny., Ich kaufe dir einen neuen Anzug, damit du schön angezogen sein wirst., Wejźcie te lyki, co byście prândzej wyzdrowjejli., Nehmen sie die Arznei, damit ihr schneller gesund werdet.
Wenn das Subjekt im Nebensatz mit dem Subjekt im Hauptsatz identisch ist, wird es nicht mehr genannt und an die Stelle der Personalform des Verbs kommt sein Infinitiv., zB.
Musâ pokropić te praniy, coby sie lepsej biglowało., Ich muß die Wäsche einsprengen, damit sie sich leichter bügelt., Musâ posuć drógâ pjouský, coby nie była takou gładkou., Ich muß die Straße mit Sand bestreuen, damit sie nicht so glatt ist.
Modalsatz
(Okolicznik sposobu)
Modalsätze antworten auf die Frage jak? (wie?), jako? (wie?, auf welche Art und Weise?) verläuft eine Tätigkeit oder verläuft ein Geschehen oder Erscheinung. Modalsätze werden durch die Konjunktionaladverbien tak , jak , (so ,wie ,), chodźby (als ob), zamjast (statt dessen) eingeleitet. Der Modalsatz hat oft die Form eines Vergleichs.
Tyn fliger ślejcioł na ziymjâ, jak kamjyń., Das Flughzeug ist auf die Erde gefallen, wie ein Stein., Łóni jechali tý autý, jak dziwi., Sie sind mit dem Auto, wie die Wilden gefahren., Mje to tak je, chodźbych sie zaziųmbjył., Mir ist es so, als ob ich mich erkältet hätte., Łón to tak robjył, chodźby tego nie słysoł., Er tat so, als ob er das nicht gehört hätte., Łón sie tá mou tak dobře, jak w niebje., Er hat es dort so gut, wie im Himmel., Było tá tak zimno, jak bez zimâ w Rusyjej., Dort war es so kalt, wie im Winter in Russland., Zamjast tá přiwjyź wųglou, to łóni přiwjóźli tá kołks., Statt dort Kohle zu bringen, haben sie dort Koks gebracht.
Proportionalsatz, Der Proportionalsatz antwortet ähnlich, wie der Modalsatz auf die Frage jak? (wie?). Er wird durch das Konjunktionaladverb í ,tý , (je , desto, umso, proportional) eingeleitet. (Proportionale Konjunktion ist eine Konjunktion, die in Verbindung mit einer anderen ein gleich bleibendes Verhältnis ausdrückt.).
Î wjŷcej tych kuchaři tâ zupâ waři, tý gorsou ta zupa jes., Je mehr Köche die Suppe kochen, umso schlechter ist die Suppe., Î wjŷcej mu bes wygoudzać, tý gořej sie bes při ní mjejć., Je mehr du für ihn tun wirst, umso schlechter wirst du bei ihm haben., Î wjŷcej tego bes mjejć, tý lepsej to be., Je mehr du davon haben wirst, umso besser wird das sein.
Konditionalsatz
(Okolicznik warunku)
Konditionalsätze sind Nebensätze, die Umstände angeben, von denen es abhängt, ob eine Tätigkeit durchgeführt wird oder nicht, ob die Bedingungen gegeben sind die Tätigkeit auszuführen, ob die Bedingungen gegeben sind, daß etwas geschieht. Konditionalsätze werden durch die Konjunktionen jakby (wenn + Futur des Verbs), kyby, (wenn). Konditionalsätze antworten auf die Frage, co by musiało noupřôd być?, (zaní sie co îksego zrobi), was müßte zuerst sein? (damit man etwas anderes macht), Welche Bedingung muß erfüllt sein?, Co by sie musiało noupřôd zrobić?, Was muß zunächst geschehen (oder erfüllt sein?) (damit etwas gemacht wird).
Jakbyś go trefjył, to go łody mje pozdrôw., Wenn du ihn treffen solltest, dann grüße ihn von mir., My tá nie pojejdziymy, jakby drógi były gładky., Wir werden dort nicht hinfahren, wenn die Straßen glatt sein sollten., Weznâ se ze sobų šyrm, jakby mjoł padać desc., Ich nehme mir den Schirm mit, falls es regnen sollte., Jakbych mjoł wjŷcej casu, to bych to zrobjył., Wenn ich mehr Zeit hätte, da würde ich das machen., Jakby mje tá zaprosiyli, to bych tá zased., Wenn sie mich dort einladen würden, da würde ich dort hingehen., Jou bych to kupjył, kyby to nie było taky drogy., Ich würde das kaufen, wenn das nicht so teuer wäre., Było by u nich lepsej, kyby łón sie wjŷcej grafoł do roboty., Bei ihnen würde es besser sein, wenn er sich mehr an die Arbeit halten würde., Kyby zył łojciec, to by wsystko było inacej., Wenn der Vater leben würde, da wäre alles anders.
Beim Konditionalsatz können grundsätzlich der Hauptsatz als auch der Nebensatz voranstehen.
Konsekutivsatz
(Konsekutiv, bedeutet zeitlich folgend, die Folge eines Geschehens bezeichnend, angebend). Konsekutivsätze werden durch Konjunktionen eingeleitet, zB. tak , co , Sie antworten auf die Frage: co besto be?jako to pódzie dalej?, Was wird dadurch?, Welche Folge hat das?, Wie geht das weiter?.
Łón tak wartko gwařył, co go zoudyn nie rozumjoł., Er hat so schnell gesprochen, daß ihn niemand verstanden hat., Łóni sie tak zaduzyli, co na kóńcu wsystko musiejli předać., Sie haben sich so verschuldet, daß sie am Ende alles verkaufen mußten., My ejchmy to tak zrobjyli, co sie kazdy radowoł., Wir haben das so gemacht, daß sich jeder gefreut hat., Přibijâ tâ deskâ tak, co to be dzierzejć., Ich nagele das Brett so an, daß das halten wird.,
Konzessivsatz
(Okolicznik przyzwolenia)
Der Konzessivsatz bezeichnet solche Bedingungen, die etwas nicht zulassen sollten, aber es trotzdem erlaubten eine Tätigkeit durchzuführen. Das Hindernis ist nicht ausreichend. Konzessivsätze werden durch die Konjunktion choć (obwohl, obgleich), oder Konjunktionaladverbien choć tá, (obwohl es, trotz dessen) eingeleitet.
Choć ejś mje tak gorsył, kupjâ ci tytkâ rybkôw., Obwohl du mich so geärgert hast, kaufe ich dir eine Tüte Bonbons., Choć łóni sami niy mjejli kâs, to zaś coś dziejció dali., Obwohl sie selbst nicht viel hatten, haben sie wieder den Kindern etwas gegeben., Choć sie tá poulyło, to budynek zaś sło łodnowić., Obwohl es dort gebrannt hat, konnte man das Haus wieder erneuern. Choć tá lezoł wysoki śniyg, to sie autý jakoś přetřaskali., Obwohl dort hoher Schnee lag, sind sie mit dem Auto irgendwie durchgekommen., Choć łóni mjejli te niescejściy, to sie zaś jakoś wyjachrali, Obwohl sie das Unglück hatten, haben sie sich wieder irgendwie hochgearbeitet. Choć nie było w dóma pjŷndzy, do joudła zawse było doś., Obwohl zu Hause kein Geld war, zu Essen war immer genug da., Choć tá na dwoře mocno padało, pośli ejchmy na špacjyr., Obwohl es draußen stark geregnet hat, sind wir spazieren gegangen.

31.6. Attributsätze, Beispiele (Siehe dazu Punkt 28.1.4. Das Attribut).
(Zdania z przydawkami, przykłady)
Attribut ist eine Beifügung zu einem Substantiv. Nach Attributivsätzen fragt man mit Hilfe der Fragepronomen jaki? (was für einer?), chtory? (welcher?), wjejla? (wie viel?),cyj?, łod kogo? (wessen?).
Die wichtigste Form des Attributivsatzes ist der Relativsatz. Relativsätze werden durch die Relativpronomen chtory (m), chtorou (f), chtore (n) (welcher (m), welche (f), welches (n), bzw. der (m), die (f), das (n)) eingeleitet. Der Kasus des Relativpronomens richtet sich nach seiner Funktion im Nebensatz. Genus und Numerus werden dagegen durch das Bezugswort im Hauptsatz bestimmt. zB. Byś mi môg dać tyn cajtųng, chtory lezy na stole., Du könntest mir die Zeitung geben, die auf dem Tisch liegt., Noud ejch tyn klucyk łod šrânka, chtory ejch juz douwno łowjył., Ich habe den Schrankschlüssel gefunden, den ich schon lange gesucht habe., Chtôz to jes tyn chłop, chtory tá stoji při tejce? (při šynkfasie)., Wer ist das, der Mann, der da an der Theke steht., Côz to jes za ksiųzka, chtorou ci jescy brachuje?, Was ist das für ein Buch, was dir noch fehlt?., Jakiz to jes tyn wóřt, co ejch ze tego mjŷsa zrobjył?, Wie ist denn die Wurst, die ich aus dem Fleisch gemacht habe?, Łod kogo to jes te koło, co tá stoji při sklepje?, Von wem ist das Fahrrad, das dort am Geschäft steht?, Wjejla to tych kartoufli be, jak wsystky wykopjymy?, Wie viel Kartoffeln werden es sein, wenn wir alle aushacken?

31.7. Nebensätze mit der Konjunktion (Bindewort) „ize“ (dass)
Die Konjunktion „ize“ (dass) leitet verschiedene Nebensätze (Subjektsätze, Objektsätze, Kausalsätze) ein. Sie hat konsekutive (zeitlich folgende) Bedeutung. Sie bezeichnet, gibt an, kennzeichnet die Folge eines Geschehens. Der Nebensatz hat wieder die gleiche Wortfolge wie der Hauptsatz. zB. Myślâ, ize přidziymy., Ich glaube, daß wir kommen., Pejdziała, ize łóna nie přidzie., Sie hat gesagt, daß sie nicht kommt., Weitere Beispiele sind unter Punkt 24.2. Konjunktionen und ihre Aufgaben angegeben.

31.8. Einige Beispiele von Nebensätzen in der slowakischen, polnischen und tschechischen Sprache. (Przykłady zdań podrzędnych w języku słowackim, polskim i czeskim.)

31.8.1 Beispiele von Nebensätzen in der slowakischen Sprache
Kausalsatz

Idem do reštaurácie, lebo som hladný., Jozef nemôže cestovať autom, pretože nemá auto. Nechcem piť pivo, pretože nepijem alkohol.
Konditionalsatz
Keď je Peter hladný, je polievku., Keď chceme jesť v reštaurácii, musíme si rezervovať stôl., Keď sa málo učíš, málo vieš.
Fragesatz
Opýtaj sa ho, či príde.
Finalsatz
Ideme na dovolenku, aby sme si oddýchli., Učím sa po slovensky, aby som vedel čítať slovenské noviny.

31.8.2 Beispiele von Nebensätzen in der polnischen Sprache.
Kausalsatz

Musisz się pospieszyć, ponieważ jest już bardzo późno., Nie może czytać, gdyż nie ma okularów.
Konditionalsatz
Wezmę parasol, jeżeli będzie padać., Gdybyś go spotkał, mógłbyś pozdrowić go ode mnie.
Fragesatz
Pani lubi muzykę poważną?, Ma pan teraz trochę czasu?
Finalsatz
Powinniśmy teraz o tym porozmawiać, żeby nie było za późno., Chciałbym pojechać nad morze, aby dobrze wypocząć.

31.8.3 Beispiele von Nebensätzen in der tschechischen Sprache.
Kausalsatz

Na tu přednášku nepůjdu, protož mne to téma nezajímá., Jelikožjsem ho nepotkal, nemohl jsem mu to vyřídit.
Konditionalsatz
Kdyby pršelo, zůstanu doma., Nepojedu tam, ledaže bys jel se mnou.
Fragesatz
Kdy půjdeme?, Kam pojedeš na dovolenou?, S kým to mluvíš?.
Modalsatz
Mluvil tak, že mu nebylo rozumět., Jak si usteleš, tak si lehneš.

31.9. Struktur der Sätze
(Podział zdań ze względu na budowę)
Der Stuktur nach unterscheidet man einfache und zusammengesetzte Sätze. Der Satz besteht aus Satzgliedern. Den Kern des Satzes bilden das Subjekt und das Prädikat. Weitere Satzglieder sind: das Objekt, das Attribut, das Prädikative Attribut und die adverbialen Bestimmungen. Der zusammengesetzte Satz besteht aus zwei oder mehreren einfachen Sätzen. Diese Sätze werden meistens durch Konjunktionen verbunden.

31.9.1. Der einfache Satz
(Zdania pojedyncze)
Man unterscheidet eingliedrige und zweigliedrige Sätze.
Eingliedrige Sätze enthalten nur das Prädikat. zB. Jescy je wcas., Es ist noch früh., Juz je nieskoro., Es ist schon spät., Tu jes wesoło., Hier geht es fröhlich zu. Hier ist eine gute Stimmung., Padou., Es regnet.
Das Prädikat nimmt die unpersönliche Form an, es steht in der 3. Person Singular.
Bei zweigliedrigen Sätzen ist oft das Subjekt des Satzes nicht ausgedrückt:
-wenn man aus dem Verb eindeutig auf das Subjekt schließen kann. zB. Přijadâ w sobotâ., Ich reise am Samstag an., Łobezdřâ se to., Ich schaue mir das an.
-wenn das Subjekt nur allgemein gemeint und als solches bekannt ist., Côz tá robjyli?, Was haben sie dort gemacht., Pejdziejli, ize be padać., Sie sagten, daß es regnen wird.
In diesem Falle steht das Verb in der 3. Person Plural.
-wenn der Satz eine allgemeine Aussage beinhaltet., To sie nie robi., Das macht man nicht., Tu sie nie kuři., Hier raucht man nicht., Tego sie nie wjy., Das weiß man nicht., Nigdy sie nie wjy, co be., Man weiß nie, was wird.
Das Prädikat nimmt dann in der Regel die reflexive, unpersönliche Form an und steht in der 3. Person Singular. Im Deutschen werden dann die Sätze mit „man“ übersetzt.
Wenn der Sprecher den Hörer einbeziehen möchte, kann das Prädikat auch die persönliche Form (2. Person Singular oder Plural) annehmen.zB. Nigdy nie wjys, co be., Du weist nie, was kommt.
-manchmal in Sprichwörtern und Überschriften., zB. Starość nie radość., Das Alter ist kein Freude., Dróga zagrodzónou., Weg gesperrt., Nie kuřić., Nicht rauchen.
31.9.2. Der zusammengesetzte Satz
(Zdania złożone)
Der zusammengesetzte Satz besteht aus zwei oder mehreren Sätzen.
Es gibt Satzverbindungen, dh. Verbindungen zweier oder mehrerer Hauptsätze undSatzgefüge, dh. Verbindungen zweier oder mehrerer Hauptsätze und der ihnen zugeordneten Nebensätze.
Die Beziehungen zwischen den Sätzen werden gekennzeichnet mit Hilfe von:
-Konjunktionen, zB. Musâ iś do douchtora, bo sie nie cujâ dobře., Ich muß zum Arzt gehen, weil ich mich nicht gut fühle., Chcioł bych ci to zrobić, ale mó bardzo kâs roboty., Ich möchte dir das machen, aber ich habe sehr viel Arbeit. (ich habe sehr viel zu tun).
-Pronomen, zB. Spytej go sie, chto tá był., Frage ihn, wer dort war. My ejchmy to kupjyli, co ejchmy môgli dostać., Wir haben das gekauft, was wir bekommen konnten.
-Relativpronomen oder Relativadverbien, zB. My pojejdziymy tá, dzie ejchmy juz łostatni rouz chciejli pojechać., Wir fahren dort hin, wo wir schon letztes mal hinfahren wollten.
-Adverbien, zB. Musis mi to tedy přiniyś, kjedy to banâ potřebowoł., Du mußt mir das dann bringen, wenn ich das brauchen werde.
Satzverbindungen werden in der Regel mit Hilfe von Konjunktionen durchgeführt. Beispiele dazu siehe unter Punkt 24.2. Konjunktionen und ihre Aufgaben.

Permanentlink zu diesem Beitrag: http://www.kulturelle-autonomie.org/godka-sprache/grammatik/interjektionen-partikel-satzbildung/